Yoga-Shooting 5 essentielle Lektionen lernen - Mandalay Yoga

Yoga-Shooting 5 essentielle Lektionen lernen

Nach vielen Jahren intensiver Yoga-Praxis und nach unzähligen Stunden auf der Yoga-Matte, möchte ich euch heute erklären, worauf es bei einem Yoga-Shooting tatsächlich ankommt. Die bisherigen Erfahrungen, die du vielleicht im Bereich Fotografie oder Modeln sammeln konntest, kannst du hier getrost bei Seite lassen…denn abgesehen von den üblichen Rahmenbedingungen wie passende Lichtverhältnisse, das richtige Wetter sowie ein Ort, der eine bestimmte Stimmung transportiert, fließen noch andere wichtige Aspekte mit hinein. 

Yoga Foto Shooting

Ein halbseitiger Muskelkater macht sich tief in den Faszien breit und jede Haltung wird zu einer Yin Yoga Spezial Meditationshaltung. Mauu, hier darf noch mal alles praktiziert werden was mit ZEN und Zentrierung zu tun hat. Denn nach einem Shooting hast du wirklich das Gefühl, eine Stuntfrau oder Artistin gewesen zu sein! Und wieder vernehme ich – SCHÖN so BLEIBEN – !!! Ich bleibe und atme. Dabei tauche ich einfach in mein Yin-Yoga-Know how ab. Alles was ich dazu gelernt habe und was ihr für eine Yoga-Fotosession wissen solltet, erfahrt ihr einfach beim weiterlesen. 

readyyyy???

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Auf magische Art und Weise verbinden sich Ideen und Visionen mit harmonischen Yoga-Posen. Meine Gedanken fließen, ich bin fernab meiner eigentlichen Guideline, einfach nur wieder im „Flow“. Das Dauermantra, – SCHÖN so BLEIBEN – schwingt lange nach, ich fühle mich verwurzelt und spüre mich durch Meditation in die Posen hinein.

Hier findest Du schon einmal die ersten essentiellen Fragen zu Deinem Yoga Foto Shooting:

An welchem Ort? Gibt es dort Platz? Zu welchen Zeiten kannst du den Ort nutzen? Wieviel Budget hast du? Welches Shooting-Thema hast du? Bist zu zeitlich flexibel? Könntest du auch mehrere Termine in Betracht ziehen? Für was und wozu brauchst du Bilder? Hast du eine Assistenz?

super-DANKE

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Tipps & Tricks für das Yoga Foto Shooting

In diesem Abschnitt erfahrt ihr die wichtigsten Tipps & Tricks für ein erfolgreiches Yoga-Shoot in fünf Lektionen. Vorab gibt’s aber noch exklusive Einblicke in meine Erfahrungen bei einem Shooting, sozusagen das „Making Of“, aber lest selbst…

Mein erstes Yoga-Foto-Shoot erlebte ich 2012, als ich in Nepal lebte und in die Welt der Yoga-Lehrerin, Yoga-Fashion-Designerin und Mandala Künstlerin eintauchte. Dort machte ich am Ende meines Aufenthaltes schon die erste Yoga-Fotoreihe in verschieden-großartigen Tempelanlagen. Das war eher eine „Just For Fun“- Nummer, ohne Plan und Konzept. Danach folgte das zweite Shooting, in 2013, als ich gerade erst wieder in Berlin eingetroffen war. Ich traf zufällig auf meinen Fotografen Eugen Bode.

Mit ihm erledigte ich vorab telefonisch die ersten Absprachen und wurde von ihm ziemlich schnell mit Fragen konfrontiert, die ich so nicht kannte. Und auf die ich obendrein auch keine Antworten hatte. Eugen und ich hatten 3 Termine festgelegt und ließen uns erst einmal intuitiv leiten. Er hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Yogini als Model und ich noch nie einen echten Fotografen als Boss. Ein großartiges Vergnügen war das. Eugen wunderte sich immer mehr, dass ich in den jeweiligen Posen so mauntzte während des ausharren und ich wunderte mich immer, warum er nicht einfach mal abdrückte. 2016: Es ist wieder soweit!

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1.Lektion: Schnelligkeit ist besser als kein Foto.

Yoga-Asanas mit einer Leichtigkeit so lange zu halten, als wäre man ein Sadhu aus Indien, ist ein hohe Kunst. Beide Parteien brauchen ihre individuelle Zeit um sich ein- und abzustimmen. Daher gilt im Zweifelsfall, lieber erst mal ein Bild „im Kasten“ zu haben. Die Yoga-Posen werden gehalten und gehalten, ich schmelze in der Sonne sowie in den Übungen dahin wie Butter…Da fängt mein Super-Fotograf auch noch mit dem Feintuning an und probiert verschiedenste Entfernungen zum Motiv aus…HALLOOO??? Miauuuuuu….

Die kraftvollsten Bilder aber, die etwas ausdrücken, entfernen sich dabei von der eigentlichen Idee, denn manchmal ist einfach nur das Asana – der Auslöser « das beste Ergebnis »

Fazit: Zuerst das Asana kurz einnehmen und zeigen (wo, wie, von welcher Seite). Danach nimmt der Fotograf die bestimmte Entfernung, Haltung und alle jeweiligen Feinabstimmungen vor. Zuletzt nehme ich dann die gewisse Yogahaltung ein. Fertig ist das Bild!

2.Lektion: Dritte Person als Assistenz ist hilfreicher als Bilder zu haben.

Da ich bei dem 2.Termin leider keine Super-Assistentin und Make-Up Artistin mit dabei hatte ließen Eugen und ich uns einfach spontan inspirieren und versuchten unser Bestes im Alleingang. Für unser erstes Shooting, in einem Ballettstudio, hatten wir das Allround-Talent Alexandra Kummer, die mir ein schönes Make-Up und die passende Frisur zauberte. Diese tatkräftige Unterstützung macht sich in den Bildern deutlich bemerkbar, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall eine Assistentin dabei zu haben.

Fazit: Eine Assistenz, die sich darauf konzentriert, dass dem Model kein Haar im Gesicht hängt, das Shirt zurechtrückt, immer ein Auge drauf wirft, dass nichts im Bild stört, immer mal etwas die Anstrengung weg pudert und ebenso den Fotografen bei gewissen Abläufen unterstützt, ist eine ungemein große Hilfe beim Shooting.

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3. Lektion: Das Licht ist der Schlüssel zu Foto´s mit WOW Effekt

Korrekte Belichtung ist das Eine, aber wenn der Fotograf vom „Standardprogramm“ abweicht, gelten nicht mehr die gängigen Empfehlungen. Stattdessen ist dann der Künstler in ihm gefragt. Trotz der Notwendigkeit der richtigen technischen Einstellungen, muss der Fotograf ebenso eine gute Reaktionsfreudigkeit haben, da sich Lichtverhältnisse sowie die Pose des Models sekundenschnell verändern können. Noch wichtiger ist jedoch ein entspannter Gesichtsausdruck des Models, was jedoch bei komplexeren Positionen gar nicht mehr so einfach ist…

Fazit: Das Licht der Sonne bringt eine besonders kostbare Stimmung hervor, fast ist es wie eine Momentaufnahme des Glücks und solche Momente müssen unbedingt sofort eingefangen werden. Besonders in den Abendstunden sind Lichtverhältnisse besonders intensiv und wirken dabei im Endergebnis so wunderbar entspannend.

4.Lektion: Erkenne alle Guidelines verschwimmen im Yoga Flow Shooting

Sobald man mit dem Shooting an einem ausgewählten Ort begonnen hat, verschwimmt die Guideline plötzlich im Nirgendwo. Plötzlich findet sich ein besserer Platz, eine neue Idee für eine andere Yoga-Pose blitzt auf, es wird probiert und umgesetzt, sodass man immer weiter abdriftet, total die Zeit und alles um sich herum vergisst.

Fotograf und Model sind total verausgabt, das Ergebnis kann sich sehen lassen, aber all die vorab gemachten Ideen dazu, haben es nur auf das Papier geschafft. Das kann gut sein, aber bei professionellen Fotoshootings wird sich meist streng an das erdachte Skript gehalten. Solche Freestyle- und „Go with the Flow“- Sessions lässt man am besten dann entstehen, wenn nach Abarbeitung der Guideline noch Zeit und Lust übrig ist.

Fazit: „Go with the Flow“ ist immer gut und generell auch meine Einstellung, doch bei professionellen sowie ausdrucksstarken Fotos, sollte man versuchen beim vorbereiteten Skript zu bleiben. Dafür wird man am Ende des Tages mit einer hohen Qualität der Bilder belohnt. Auch hier könnte eine aussenstehende Person, wie eine Assistentin hilfreich sein.

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Yoga Flow…just for fun…

5.Lektion: Lerne dazu, sei Du und lerne von jedem Shoot.

Was ist es, was Menschen individuell ausmacht? Es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen – ein bestimmter Ausdruck im Gesicht, ein gewisser Glanz in den Augen. Es ist wie der eigene Fingerabdruck, den du nicht kopieren kannst. Und dieser ist je nach Wesen immer unterschiedlich. Ich bin ein kreativer Mensch mit einem künstlerischen Geist. Ich kann noch soviel Yoga Foto Shootings machen und immer wieder versuchen diese in einen Standardrahmen zu bringen, es wird mir nie gelingen.

In der Zusammenarbeit mit Eugen tritt immer der Aspekt der Kunst in gewisser Art und Weise zu Tage. Das passiert meist unbewusst, es entsteht einfach und ergibt sich wohl aus einer Form der Eigenenergie. Die festgelegten Linien sind zu erkennen, aber gleichzeitig erhalten sie eine andere, neue, eben eigenständige Ausdrucksform. So kann aus einem Foto plötzlich Kunst werden.

Fazit: Generell und nicht nur bezogen auf Yoga Foto Shootings, sollte jeder seine Idee ausdrücken und seinen Spirit verkörpern. Nur zu oft vermitteln uns Fotografien den Eindruck, dass hier oft nur eine Rolle gespielt wird, ja sogar eher nur Trends mitgemacht werden und eine Dynamik so gut wie gar nicht vorhanden ist. Rolle oder innerste Offenbarung?

flow … Yoga

Die Fotos fangen den Charakter ein und die Seele spiegelt sich darin.“

Achte daher auf das, was du verkörpern willst, tue es von Herzen, denn darin liegt die Reinheit verborgen!

Unvergessene Erlebnisse… – SCHÖN so BLEIBEN – ….Ein Mantra das wurzelt. 

Ich bedanke mich für ein intensives Shooting und eine wunderbare Zusammenarbeit mit: Eugen Bode (Fotograf), Alexandra Kummer (Makeup Artist Berlin) unterstützt von JACKS beauty lineOGNX Yoga Fashion, Berlin als „Shooting-Place to be“

DANKE & Namasté…