Yoga und Magie – eine Reise aus 1001 Nacht - Mandalay Yoga

Yoga und Magie – eine Reise aus 1001 Nacht

Ich reiste in 32 sonnendurchtränkten Tagen und 31 orientalischen Nächten von Marokko in die Sahara, um die Wurzeln des Yoga auf alchimistische Weise noch besser zu verstehen. Die Intention dafür kam aus meinen Träumen, von ihnen lasse ich mich gern leiten, denn ich sehe sie als die Sprache Gottes an. Ob Du an Gott glaubst oder nicht, ist nicht wichtig, schau Dir das Leuchten in den Augen anderer Menschen an. Es ist Magie in Reinform und die elementarste Form von Realität.

Yoga betrachte ich schon lange als einen Zauber der Alchemie, der unsagbare Transformationen schafft, uns tiefe und wahre Erlebnisse beschert, wie sie Aladin aus seiner Wunderlampe zauberte. Die Wüste ist ein wahrhaft alchimistischer und magischer Ort dafür.

Vom Yoga-Zauber zur Magie der Alchemie

Die Wüste bietet für Yoga die absolute Stille. Hier wirkt alles, was Mensch, Raum und Zeit betrifft, noch im Rhythmus. Der Mensch mit seinen fünf Sinnen wird in der heutigen Welt pausenlos mit Input zugeschüttet, dieser ist mal informativ, meistens jedoch weniger informativ. Alles auf Erden verändert sich ständig, alles unterliegt dem permanenten Wandel. Das wollen die meisten Menschen nicht hören, denn Routine bietet Sicherheit. Nonstop-Input fällt irgendwann keinem mehr auf, der Zustand wird normal.

Die Wüste ist für mich lebendiger als die tobende Stadt Berlin. Eine für viele Menschen vermutlich seltsame Aussage, versuchen sie das Leben doch meist mit dem Verstand, nicht mit dem Herzen zu begreifen. Mein heutiger Bericht ist angereichert mit Magie und der Essenz von Yoga. Er darf Dich gern dazu auffordern, Deinen eigenen Weg wahrzunehmen und ihn mutig zu beschreiten. Sollte das zu schwierig sein, unterstütze ich Dich gern mit einem meiner individuellen Live-Coachings auf Deiner Reise.

Die gesamte Welt besitzt eine Seele und wir sind alle ein Teil von ihr. Ich folgte meinem Traum von der Wüste und war plötzlich schon auf dem Weg. Von Angst keine Spur, aber ich hatte jede Menge Respekt im Gepäck.

Nur Mut, denn die Weltenseele Brahman wird immer unterstützend wirken, bei dem, was Du aus der Tiefe Deines Herzens tust.

Ich fühle mich nicht nur der Weltenseele näher, sondern vertraue dem Leben einfach. Ich bin achtsam und wachsam bei jeder Handlung, ich lasse mich ganz von meiner Intuition leiten.

Die Wüste lässt sich auf der Verstandesebene nicht begreifen, man versteht sie nur mit dem Herzen. Es gibt auf der Welt viele magische Orte, die scheinbar den Bereich des Unbewussten berühren. Mit Mut und Vertrauen ist alles möglich und wer seinen Seelenplan / Lebensweg gefunden hat, der geht ihn entschlossen.

Ich entführe Euch nun in 1001 Nacht und nehme Euch mit auf meine Reise, eine Entdeckung traumhaft facettenreicher Orte, wo eine jahrtausendealte Kultur einst die Wiege der Menschheit war.

Eine Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt

Ein magischer Moment stellt sich ein, wenn durch Yoga Energie und Ruhe in Deinen Geist und Körper eintauchen. Yoga ist wie das Beginnen einer schier endlosen Wüstenreise. Es ist wie der Sand, der nie endet. Stell Dir vor, Du stehst vor den Toren der Wüste und sie gewähren Dir Einlass zu einer Lebensreise, die sich als fantastisches Farbenspiel aus Grün, Blau, Ocker, Rot, gemischt mit den verschiedensten Brauntönen offenbart. In der Gegenwart liegen die Geheimnisse, wenn wir mutig im Jetzt leben. Yoga ist eine Reise für sich, Yoga ist Offenbarung. Es führt uns zu unseren tiefsten Wünschen und auf den für uns bestimmten Weg.

Yoga deckt auf, was im Verborgenen liegt. Es ist ein Schatz, den es zu finden gilt.

Yoga birgt Magie in sich, doch es liegt nicht jedem, den Yoga-Zauber zu lüften. Wie bei Aladins Wunderlampe drängt das ans Licht, was nach außen getragen werden will. Die Lebensreise eines jeden Einzelnen ist dabei völlig unterschiedlich, wir alle haben jedoch die gleichen Vorrausetzungen. Wir haben täglich 24 Stunden zur Verfügung und unser Lebensraum darf die Erde sein.

Yogische Magie

Jede Seele auf Erden, jede Erfahrung, vervollständigt ein individuelles Puzzle. Yoga ist wie ein Reisender, der im Laufe der Jahre immer mehr Punkte auf seinem inneren Globus setzen kann. Ich kann von vielen Orten meines Inneren berichten, mystische Erfahrungen hauchte mir das Leben meist auf Reisen ein.

Die Schatzkammern musste ich allein entdecken, die Erfahrungen waren manchmal schwere Türen, doch sie waren jedes Hindurchgehen wert. Yoga ist eine Reise an immer wieder neue innere Orte. Jede Reise verändert etwas in der Tiefe Deines Seins, somit transformiert Yoga auf magische Weise Deine innere Landkarte, findet überall ein Puzzleteil und lässt eine Weltenkarte entstehen.

Patrick Broome, deutscher Yogalehrer und Autor, über Yoga: „Yoga verändert uns, indem wir beginnen, die physischen und mentalen Fesseln, die unserem Potenzial keinen Raum zum Wachsen lassen, zu lösen. Diese Transformation bringt Neues und Aufregendes mit sich, sie ist wie ein Häutungsprozess, der die eigene Essenz – den wahren Kern – enthüllt. Wie ein Bildhauer, der ganz allmählich die Schönheit der Form mit Sorgfalt, Hingabe und Liebe aus dem kantigen Stein herausarbeitet.“

Auf der Suche nach …?

Wenn alles gleich ist, ist es schwierig zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Magie ist immer da, überall. Warum muss man dafür in die Wüste reisen? Weil der Alltag nach der Rückkehr immer noch derselbe sein wird. Träume sind wichtig. Ich wollte Magie in der Wüste aufdecken und konnte den Ruf meines Herzens nicht verleugnen.

Der Alltag rennt nie weg. Wünsche sollten wir nicht auf „irgendwann“ verschieben.

Die Farbpalette der Wüste und die wahre Stille kann ich nur mit meinen eigenen Augen sehen, die Weite der Wüste nur mit meinem Herz spüren, mit jedem Sinn leben.

 Deshalb richte ich gern dem Leben ein Abenteuer ein. Ich werde weiterhin meinen Träumen lauschen.

Auf der Suche nach … Ocker? Diese Wüstenreise verbinde ich schon zu Beginn mit Ocker, denn wohin ich auch sehe, bin ich von Ocker umgeben. Jeder Kilometer näher in Richtung Wüste bricht das Licht der untergehenden Sonne, jedes Mal auf andere Weise. Flora und Fauna verwandeln sich zunehmend, wie im Leben ist auch hier nichts permanent. Die Bedeutung von Ewigkeit umweht meinen Geist. Am liebsten würde ich den Moment anhalten.

Alles wechselt, denn es unterliegt einem stetigen Wandel.

 Jeder Augenblick präsente Wachsamkeit, ich entdecke die Fülle und Schönheit. Ich denke an Einstein, der sagte, es gäbe nur zwei Arten, sein Leben zu leben:

  1. Als sei nichts ein Wunder.
  2. Als sei alles ein Wunder.

Ich bin umgeben von Wundern und lebe, das kann ich sagen, auf die zweite Weise. Die größte Herausforderung in unserer heutigen informationslastigen Alles-zu-viel-Welt ist, sich die kleinen unscheinbaren Wunder zu bewahren. Sie achtsam zu schätzen und zu begreifen, ist schon fast Magie. Schon die aufgehende Sonne und das tägliche Farbspektakel aus Millionen Lichtpartikeln sind magisch. Sie sind pure Schönheit.

Mit dem Kompass im Herzen und ganz auf Intuition eingestellt, verlasse ich die imposanten Mauern gen Paradise of Silence. Jetzt führt jeder Weg nur noch in die endlose Weite der sandigen Wüste hinein, egal, ob ich frontal eher links, rechts oder an den Seiten weiterlaufen würde. Ich weiß, wohin ich will und koste volle Fahrt voraus alle Farbfacetten jeder einzelnen geschenkten Minute aus.

Was für unbeschreiblich schöne Bilder sich auftun … abwechslungsreich wechselt der Weg die Momente in pure magische Augenblicke. Vielleicht öde für Menschen, die diese Kulisse „Steinlandschaft“ nennen würden, doch was diese flache Ebene auf malerische und einfache Weise bis zum Zielpunkt bereithält, ist alles andere als eine öde Landschaft. Ich brauche für diesen Tag nichts weiter, meine mystische Sehnsucht ist vollkommen.

In Richtung Sahara verändert sich die Natur. Kleinere Wanderdünen wachsen ineinander, ein sagenhaftes Panorama aus endlosem Sand tut sich vor mir auf. Atemberaubend, im wahrsten Sinne des Wortes, beginne ich erst jetzt, dieses Abenteuer als den Ruf meines Herzens zu erleben.

Der Wind weht oft, umweht pausenlos meine Haare, sie fliegen und streicheln mein Gesicht. Ich muss schmunzeln, denke an die Suche …? und dabei fällt mir etwas ein, das ich mal irgendwo gelesen habe: „Eine Suche beginnt immer mit dem Anfängerglück und endet mit der Prüfung eines Eroberers.“

Was haben Magie und Yoga gemeinsam?

Die magische Erfahrung, die Du erleben kannst, bestimmst DU! Jeder hat die gleichen Voraussetzungen geschenkt bekommen. Deine Realität wird jedoch aus Deinen Gedanken und nachfolgenden Handlungen kreiert.

Um Magie und Träume zu nutzen, ist ein Erforschen des Inneren essenziell und hierbei kann Yoga ein gutes Hilfsmittel sein. Mittels Yoga betrachtest Du auf magische Weise zunehmend Deine Realität, wendest Dich Deinem Inneren zu und baust dabei Deinen Willen und Deine Wünsche aus.

Naturwissenschaftlich erklärt, ist Magie der Glaube an eine geheimnisvolle Illusion. Die Magie nutzt genauso wie Yoga viele verschiedene Techniken. Das können diverse Praktiken sein, Gottformen, Religionen, Zeremonien, Gottformeln, Mudra-Handhaltungen, Mantras zur Zentrierung, Visualisierungen, jegliche Riten und Praktiken, Imaginationen, jede Art der Meditation, Konzentrations- und Atemübungen (Pranayama) u. v. m.

Magie hat mehr Ähnlichkeit mit Yoga als gedacht. Um Magie besser zu verstehen, ist eines wichtig: Alles Magische bezieht sich immer auf den Fragesteller. Wer ein genormtes, wirtschaftlich orientiertes Leben lebt, rational und minimal open-minded, wird wissenschaftlich keine erklärbare Befriedigung in puncto Magie und in Bezug auf die Veränderungen mittels Yoga erleben, sondern diesen Themen mit rational motiviertem Widerstand begegnen.

Magisch oder logisch – wenn es nicht in Dir vorhanden ist, kann es Dir Yoga beibringen. Alles hat eine bestimmte Qualität und Kraft. Etwas kann gut sein, aber ebenso ungut sein, je nach Spektrum. Magie und Yoga lassen sich am Beispiel des Mantra gut erklären. Die Kraft des im Geiste wiederholten Wortes – der Affirmation –, das rezitiert und so manifestiert wird, hat Auswirkungen auf Dein Unterbewusstsein.

Alle Geschehnisse stehen immer in einer Beziehung zueinander. Yoga ist im Grunde bereits reine Magie, es lehrt unter anderem Bescheidenheit.

Es ist ein Rückzug der Sinne und bewusst gewollt ein in sich Zurückziehen von der lauten, informationslastigen Welt. Der Rückzug von Sinnesüberflutungen heißt im Yoga Pratyahara. Die Wüste ist wunderbar, um Pratyahara völlig anders und neu zu erfahren. Yoga wirkt auf vielen Ebenen und macht genügsam.

Magie ist das, was im Verborgenen liegt. Yoga deckt auf, was sich verbirgt.

Yoga kann auch der Spiegel Deiner wirklichen yogischen Tiefe sein. Je mehr im Außen, desto weniger im Innen. Unsere Welt ist mittlerweile nicht mehr wie zu Tagen aus 1001 Nacht. Magie und Mystik müssen schon lange von unserer Seite weichen. Doch etwas geht dabei nie verloren: Aus allem etwas Magisches zu machen. Jede Magie wird gesehen oder nicht gesehen. Dazu braucht es keinen Filter, keine Glitzerpartikel, keine Tausende Follower und keinen bunten Einhornpulli.

Es ist alles ganz einfach. Es ist der Augenblick, der Moment – magisch und unbezahlbar. Der Augenblick, den DU nur live erleben kannst. Alles ist mit allem verbunden, eins ersetzt das andere und wer bewusst lebt und handelt, der versteht bereits eine Menge von Magie.

Sie ist die Eintrittskarte für andere Bewusstseinsebenen und diese Ebenen, reich an Erfahrungen, gilt es zu erreichen. Dafür muss der rationale Geist allerdings etwas (auf-)weichen. Dies gelingt gut durch mentale Techniken. Yoga ist eine wunderbare Lehre der Bewusst-Werdung und kann Dir Zugang zur echten Existenzebene und zu transpersonalen Erlebnissen verschaffen.

Die beste Gelegenheit muss man sich allerdings auch erst erlauben und sich vertrauensvoll darauf einlassen und die gesellschaftlichen Gedanken der begrenzenden Dont´s von aufzugebenden Sicherheiten beiseitelassen. Das ist Zulassen und Vertrauen in purer Reinform. Kein materieller Wert, kein Erfolg, kein Geld der Welt, nichts kann das bezahlen. Magie muss jeder selbst finden und erleben.

Wir können uns jeden Tag neu entschließen, unsere Augen und unser Herz für alles Zauberhafte zu öffnen.

Wir können uns gezielt die kleinen Wunder des Alltags bewusst machen, die in unserer getriebenen, überreizten Konsumwelt leicht übersehen werden. Die Magie des Alltags sieht jeder in etwas Anderem. Der eine findet schon den Filter seines Smartphones magisch, mithilfe dessen er aus normalen Fotos verfälschte Unwahrheiten macht, während der andere diese „Magie“ als lächerlich empfindet, weil sie keine nachhaltige Essenz besitzt. Dein magisches Wunder muss nicht zwangsläufig meines sein und umgekehrt. Die Essenz von Magie ist Alchemie. Das Wissen, was der eigene Lebensplan ist, ihn authentisch zu verfolgen, mit all den vielen Prüfungen, ist die Magie des Lebens.

Was mich die Stille der Wüste über Yoga lehrte

Als ich in der Wüste ankomme, stehe ich vor einer Welt aus Sand. Kein Busch, kein Baum, nur Sand und das Nichts. Vor dieser ockerfarbenen Kulisse aus Farben, Sand, Wüste und erfahrbarer Stille bin ich stehen geblieben. Die hereinbrechende Nacht war sehr erkenntnisreich. Nach jahrelanger Yogapraxis und dem damit verbundenen Weg in die Selbstständigkeit atme ich tief durch und lasse vieles Revue passieren. Ich erinnere mich an mein früheres Leben, mit dem typischen 40-Stunden-Job. Alles war getaktet, genormt, und ich bewegte mich im gesellschaftlichen Rahmen.

Was aus gesellschaftlicher Sicht richtig gewesen sein mag, war tote Nahrung, ich fühlte mich wie klinisch tot. Ich glaube, ich habe zu dieser Zeit maximal 3 Prozent authentisch gelebt, vielleicht sogar weniger. Ich bekam pausenlos Krankheiten von meiner Seele geschickt, obwohl ich blutjung war.

Ein 3-facher Bandscheibenvorfall im Alter von 23, der seit dem Teenageralter ein Dauerrückenleiden war, wodurch ich keinen Tag ohne Beschwerden lebte. Dazu permanente Erkältungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mandelentzündungen, Ohrensausen, Verdauungsprobleme …

In Schule, Uni oder vom Prof., der seinen geistigen Radius auf das jeweilige Fachgebiet lenkt, lernen wir nichts über das Leben. Ob mit Uni-Abschluss oder ohne – alles ist ein Zertifikat. So gibt es unzählige Ratgeber für diverse Themen, doch lesen und danach handeln, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

Ich denke an die Zeit in Nepal. Dort begann ich mit meiner Selbstständigkeit und alles lief vom ersten Tag an super. Nun bin ich allerdings nicht aus Nepal, sondern wurde in Deutschland geboren. Ich wollte weder dort heiraten noch pausenlos in Indien mein Visum verlängern. Als Freelancer in Deutschland lernte ich im Sturm auf dem Ozean das Schwimmen, ohne Schwimmflügel oder Rettungsboje. Es war zwar der größte Persönlichkeitsschliff, den ich mir selbst auferlegt habe, aber hätte ich vorher gewusst, was mich erwartet, wäre ich nicht einen Schritt in diese Richtung gegangen. Alles, was sich verändert hat, war, dass kein Tag mehr dem anderen glich. Eine permanente Anpassungsfähigkeit bis ins Kleinste wurde von mir jeden Tag als Härteprobe gefordert.

Mittlerweile bin ich dankbar für jeden dieser Steine auf dem Weg, für all die Niederlagen, für jedes dieser endlosen Hindernisse. Ich schaue aus der Wüste zu den Sternen empor, mitten in die glasklare Nacht hinein. Ist es das, warum ich hier bin? Wäre ich mit einem anderen zurückgelegten Weg viele Jahre später auch dem Traum von der Wüste gefolgt und hätte schließlich hier in der Sahara gesessen?

Ich glaube nicht. Ich genieße das alles sehr, diese unendliche und friedliche Einsamkeit, die endlose Weite dieser Galaxie, all die vielen Sterne, die ich gefühlt nur aus der Wüste so rein und klar betrachten kann. Ich liege in den Dünen. Bin ich am Anfang meiner Reise oder am Ende? „Wer in die Wüste geht, kann nicht umkehren“, Maktub – so steht es geschrieben. Wir wissen nie, was Yoga für uns bereithält. Es ist wie eine Reise ohne Plan und so reiste ich planlos in die Wüste, verbrachte Tage und Nächte an dem stillsten Ort der Welt. Ich schaue zurück auf jeden einzelnen Schritt.

Das Leben ist wie ein Diamant, an dem wir täglich feilen.

Mein Rücken ist schon beschwerdefrei. Auch sonst habe ich keine weiteren Leiden mehr. Ich sehe adlerscharf, brauche keine Sehhilfe und habe dafür nicht ein einziges Präparat eingenommen. Dazwischen lagen sehr viel Schicksal und jede Menge kostbare Zeit. Doch ist Schicksal nicht auch die Chance schlechthin und eben gerade nicht der Untergang?

Es ist die Aufgabe jedes Einzelnen, sein Schicksal zu erkennen, seinen eigenen Lebensweg zu finden. Krankheiten sind ein magisches Zeichen, das uns sagt, dass der eingeschlagene Weg der falsche ist. Doch die meisten Menschen sind unfähig geworden, ihr eigenes Schicksal zu bewältigen und seine Chancen zu erkennen. Auch hier kann ein Live-Coaching tiefe Wirkung zeigen.

Zu wissen, was der persönliche Lebensplan ist, ist der Zauber des Lebens schlechthin. Er liegt nicht in den materiellen Dingen und nicht in Deinen Kapitalanlagen verborgen. Er ist die Essenz des Lebens und bietet so viel Schönheit in einer bunten Welt. Das, was Menschen am meisten verführt, ist die Schönheit. 

Wenn magische Momente wahrgenommen werden, achtsam und unverfälscht, authentisch und real, heißt das LEBEN. Das Leben ist einfach und simpel. Wie ein Glitzerregen aus Gefühl in das Unbekannte zu fallen, ohne Sicherheits-Back-up, ist wahres und magisches Leben.

Ich reise allein, ohne Plan, ohne die Sicherheit von Google Maps, nur mit Vertrauen im Gepäck und dem Zauber einer Reise auf dem Gesicht in die ungewisse Wüste.

Jede Abbiegung ist eine neue Inspiration, die nicht von TripAdvisor oder Google inspiriert und diktiert wurde. Nein, es ist die reelle und echt gelebte Realität, Menschsein pur. Jede Seele ist auf magische Weise anders. Und es gibt sie auch in unserer modernen Welt noch, den Zauber und die Magie.

Man kreuzte meinen Wüstenweg und fragte mich, was ich hier tue. Ich antwortete: „Ich bin auf meinem Herzenspfad unterwegs und folge meinem Traum.“ Diese Aussage polterte aus mir heraus, ich schmunzelte in mich hinein, weil sie wohl recht merkwürdig für Andere klang. Dabei ist jeder Mensch mit Geist, Wille, Mut, Herz und Vertrauen zu Gleichem in der Lage. Die Begrenzung liegt nur in unserem Kopf.

Ich neige dazu, Menschen nach dem Weg zu fragen, doch versuche immer erst meiner Intuition zu lauschen, um meinem Inneren mehr Vertrauen zu schenken. Denn die Intuition liegt immer richtig. Das Leuchten in den Augen der Menschen zu sehen, ist für mich schon magisch. Ich schaue gern durch das Tor in die einzelne Seele hinein. Ich liebe auch Umwege, seitdem ich selbstständig bin – mittlerweile ist alles easy.

Es ist nicht schlimm, auf neue und unbekannte Weise an Orten zu landen, von denen ich glaubte, sie nie besuchen zu können. „Was, so was geht, eine Reise ohne Navigation?“, fragten mich einige Menschen im Guesthouse, als ich am Ende meiner Reise angelangt war. Das Universum besteht aus einer Sprache, die jeder Mensch verstehen kann, aber nicht jeder hört zu. Mein Gegenüber wurde plötzlich still. „Die Wüste ist eine Wunderwelt für mich, ich verweilte einige Tage am stillsten Ort der Erde. Ich bereue es nicht, dort gewesen zu sein“, sagte ich ihm.

„Ich bin mein eigener Wagenlenker im Leben und lasse mich lieber von meinen Träumen fairleiten, als von TripAdvisor fehlleiten.“ Die Smartphones wurden nach diesem Satz langsam aus der Hand gelegt, es wurde noch stiller am Tisch.

Ich sprach weiter: „Ich sammle meine Erinnerung lieber im Geist und im Herzen. Wir leben alle im gleichen Maße in dieser Weltenseele, wir sind alle Kinder von Atman und Brahman.“

Maktub … ich glaube, es stand geschrieben, dass ich in die Wüste gehen werde. Es war magisch schön. Ich schließe mit den Worten: Höre immer auf Deine Träume und die Stimme in Deinem Herzen. Sie zeigen Dir Deine Wahrheit. Hab Vertrauen.

Es genügt, ein einziges Sandkorn zu betrachten und dabei im Jetzt zu sein, um die ganze Welt zu verstehen.

Zu Hause in Berlin steht mein alchimistisches Fläschchen mit etwas Wüstensand auf dem Schrank. Darauf schrieb ich: Herzen tun, was sie können. In Shavasana tauche ich regelmäßig an den friedlichsten und stillsten Ort ein. Meine Pratyahara-Yogapraxis partizipiert für immer von diesem Wüstenerlebnis.

Was bleibt, ist immer die Essenz.